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Sonntag, 22. Juni 2025, 13 – 18 Uhr

im Rahmen des Hinterhoftags Schwabach: Königstraße 12, Eingang Spitalberg: Fotoausstellung des Geschichts- und Heimatvereins: Häuser am Pinzenberg 

Schwabach und der Bauernkrieg

Ein Vortrag des Geschichts- und Heimatvereins in Kooperation mit der Volkshochschule Schwabach

26.06.2025 – Text und Bild: Klaus Neunhoeffer

Im voll besetzten Saal des Bürgerhauses referierten Dr. Josef Seger und die stellvertretende Vorsitzende des GHV, Dr. Ursula Häußler zu regionalgeschichtlichen Aspekten des Bauernkrieges vor 500 Jahren.

Dr. Josef Seger „zählt zu vermutlich den besten Kennern des Bauernkriegs von 1525“, zitierte der Vorsitzende des GHV, Klaus Neunhoeffer, in seiner Begrüßung die Süddeutsche Zeitung.

Seger ging in seinen Ausführungen auf die Ereignisse um den Mässinger Haufen im April und Mai 1525  ein. In wenigen Tagen zogen Tausende Bauern aus den umliegenden Herrschaften nach Thalmässing und forderten die nahegelegenen Orte auf, sich ihrem Aufstand anzuschließen. Greding wurde von ihnen eingenommen, von dort aus agierten die Hauptleute.

Weder Berching noch Beilngries schossen sich den Bauern an, das Kloster Plankstetten jedoch wurde geplündert und zerstört.

Im gesamten Aufstandsgebiet betraf dies mehr als 500 Klöster. Ziel war es, mit besonderem Bezug auf die Reformation, die Relikte der „alten Religion“ und der klösterlichen Grundherren zu überwinden.

Wieso der Mässinger Haufen sich „über Nacht“ auflöste und der Großteil der Bauern wieder nach Hause ging, ist nach Josef Seger ein „Rätsel“. Er sieht die Gründe in der mangelhaften Bewaffnung der Bauern, deren fehlender militärischer Erfahrung und in der moderaten Haltung der Mehrheit der teilnehmenden Bauern. Insgesamt führt der Historiker auch den Mangel an schriftlichen Quellen zu diesem Ereignis auf die Auflösung des Haufens zurück.

Die Historikerin Dr. Ursula Häußler stellte in ihrem anschließenden Vortrag die Quellen zur Verbindung Schwabachs mit den Vorgängen im heutigen südlichen Landkreis Roth vor.

Die Bauern schickten ein „Aufmahnungsschreiben“ nach Schwabach, in dem sie  „unsere lieben Brüder, die Gemeinde und die Hauptleute zu Schwabach“ am 23. April 1525 aufforderten, sich am Aufstand zu beteiligen. Das Schreiben formuliert die „große Unterdrückung des heiligen Wortes  Gottes“ – also der vorreformatorischen Kirche – , die man sich „zu Herzen nehmen“ solle, um die „heilige Gerechtigkeit“ zu „retten“. Das Schreiben schließt mit der Drohung, man würde „mit göttlicher Liebe gegen Euch verfahren, was euch nicht gefallen würde“, sollte sich Schwabach nicht anschließen.

Es ist bis heute nicht zu klären, ob dieses Schreiben jemals in Schwabach angekommen ist oder ob es auf dem Weg dahin abgefangen und an die Gefolgsleute des Markgrafen weitergeleitet wurde. Schwabach jedenfalls hat sich dem Mässinger Haufen nicht angeschlossen.

Aus der Schwabacher Stadtgeschichte ist bekannt, dass im Jahr 1524 bereits ein evangelischer Pfarrer ins Amt kam – ein Hinweis darauf, dass die Bewegung, die auch den Bauernkrieg erfasste, in Schwabach stark präsent war. Und es ist bekannt, dass in Schwabach – so ist es in den Chroniken von Falckenstein und Petzold verzeichnet, Urteile an Akteuren des Bauernkrieges vollstreckt wurden: Todesurteile und Abschlagen der Schwurfinger.

Die Veranstaltungsreihe zum Bauernkrieg findet ihre Fortsetzung am 20. Juli mit einem Vortrag zum Thema „Gerechtigkeyt 1525 – und heute“.

Dr. Josef Seger und die stellvertretende Vorsitzende des GHV, Dr. Ursula Häußler

GHV ehrt Jubilare

14.05.2025 · Text & Bild: Klaus Neunhoeffer

Die Würdigung langjähriger Mitgliedschaften im Geschichts- und Heimatverein Schwabach und Umgebung e.V. stand im Mittelpunkt der Versammlung des Vereins am 14.05.2025 im Café am Wehr.

Der Vorsitzende Klaus Neunhoeffer interviewte die Geehrten und so kamen einige Anekdoten aus der Vereinsgeschichte zur Sprache. Etwa, dass der damalige stellvetrtetende Vorsitzende des Vereins, Josef A. Seidling, Anfang der 1970er Jahre nie ohne Mitgliedsanträge in der Stadt anzutreffen gewesen sei und so dem Verein das eine oder andere Mitglied zuführte. Oder dass der frühere Schwabacher Oberbürgermeister Hartwig Reimann zwar förmlich nie Mitglied des GHV war, jedoch mit Beginn seiner Amtszeit zum Ehrenmitglied ernannt wurde – und somit auf eine 55jährige Mitgliedschaft zurückblicken könne.

Beiratsmitglied Gerda Braun erfreute die Versammelten  mit dem Vortrag von Gedichten der Heimatdichterin Else Opitz.

Im Verlauf der von der stellvertredütenden Vorsitzenden Edith Warnick perfekt organisierten Versammlung gab der Vorsiztende einen Überblick über die anstehenden Aktivitäten des Geschichts- und Heimatvereins.

So laufe die vom GHV und speziell von der weiteren stellvertretenden Vorsitzenden, der Historikerin Dr. Ursula Häußler federführend initiierten und vorbereiteten Veranstaltungsreihe „Bauernopfer statt Gerechtigkeit – 500 Jahre Bauernkrieg“ im Mai mit dem Vortrag „Der Bauernkrieg, Thomas Müntzer und die Kirche“ an. Besonders wies der Vorsitzende auf die Vortragsveranstaltung des GHV am 26.06.2025 mit dem Thema „Der Mässinger Haufen und Schwabach im Bauernkrieg“ hin. Es referieren Dr. Josef Seger und Dr. Ursula Häußler.

Klaus Neunhoeffer gab einen Ausblick auf das Jubiläm des Vereins im kommenden Jahr. 2026 wird der GHV sein Gründungsjahr vor 125 Jahren feiern.

Und er kündigte das Thema des nächsten Bandes der Schwabacher Geschichtsblätter an: „Aus der Geschichte des städtischen Krankenhauses in Schwabach 1851 – 2025“.

Neuer Vorstand im GHV

15.05.2025

Nachdem der bisherige Vorstand seine Ämter niedergelegt hatte, waren Neuwahlen nötig geworden. Auf der Mitgliederversammlung vom 12. Oktober 2024 ergab die Wahl das folgende Ergebnis:

1.Vorsitzender: Klaus Neunhoeffer

Stellvertretende Vorsitzende: Dr. Ursula Häußler und Edith Warnick

Schriftführer: Klaus Kreutzer

Kassier: Frank Schöttler

Zudem wurden 10 Personen in den Beirat und damit den erweiterten Vorstand des Vereins gewählt.

Damit wurden in der Mitgliederversammlung die Weichen für die Zukunft des Vereins gestellt.

Der neue Vorsitzende bedankte sich beim Vorgängervorstand und freute sich auf die Zusammenarbeit im neu zusammengesetzten Vorstand.